Darmgesundheit & das „zweite Gehirn“
- naturinselschmidke
- 1. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wie der Darm nach TCM unser Denken, Fühlen und unsere Energie beeinflusst
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt der Darm nicht nur als Verdauungsorgan, sondern als zentrale Schaltstelle für Energie, Emotionen und Klarheit. Moderne Forschung bestätigt heute, was die TCM seit Jahrhunderten beschreibt: Der Darm wird oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet.

Der Darm in der TCM: Die Mitte als Zentrum
In der TCM stehen Milz und Magen für die sogenannte Mitte. Sie sind verantwortlich für:
die Umwandlung von Nahrung in Qi (Lebensenergie)
die Bildung von Blut und Körpersäften
geistige Klarheit, Konzentration und Stabilität
Ist die Mitte geschwächt, können Symptome entstehen wie:
Blähungen, Völlegefühl
Müdigkeit nach dem Essen
Grübeln, Gedankenkreisen
Antriebslosigkeit
Darm & Emotionen – das zweite Gehirn
In der TCM sind Organe eng mit Emotionen verbunden. Ein geschwächter Darm kann laut TCM zu Sorgen, innerer Unruhe und mentaler Erschöpfung beitragen. Umgekehrt schwächen Stress, Hektik und Sorgen langfristig die Verdauung.
Auch aus westlicher Sicht ist klar: Über das enterische Nervensystem kommuniziert der Darm direkt mit dem Gehirn – über Nerven, Hormone und Botenstoffe wie Serotonin.
Was stärkt den Darm nach TCM?
Die TCM setzt auf Wärme, Regelmäßigkeit und Einfachheit:
Warme, gekochte Mahlzeiten
Bitterstoffe und Ballaststoffe in Maßen
Regelmäßige Essenszeiten
Stressreduktion (der Darm „isst mit“)
Besonders darmfreundlich nach TCM:
Reis, Hirse, Hafer
Gekochtes Gemüse (z. B. Karotte, Fenchel)
Kräutertees (z. B. Fenchel, Kümmel, Ingwer mild dosiert)
Fazit
Ein gesunder Darm bedeutet in der TCM stabile Energie, klaren Geist und emotionale Ausgeglichenheit. Wer seine Mitte stärkt, stärkt nicht nur die Verdauung, sondern das gesamte Wohlbefinden.
Quellen
Maciocia, G.: Die Grundlagen der chinesischen Medizin
WHO: Traditional Chinese Medicine – Digestive Health
Mayer, E. A.: The Gut–Brain Connection
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS)



Kommentare